Marktanalyse Ostschweiz 2024: Stabilität, Differenzierung & Chancen
25. März 2025

Marktanalyse Ostschweiz 2024: Stabilität, Differenzierung & Chancen

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Ein Blick hinter die Zahlen – Wesentliches für Eigentümer und Kaufinteressenten

Der Immobilienmarkt in der Ostschweiz hat auch 2024 seine Widerstandsfähigkeit unter Beweis gestellt. Trotz eines signifikanten Anstiegs der Angebote, sowohl bei Eigentumswohnungen als auch Einfamilienhäusern, blieben die Preise erstaunlich stabil. Doch ein genauerer Blick auf die aktuellen Zahlen zeigt: Die Ostschweiz ist kein homogener Markt. Gerade hierin liegen die Potenziale für Käufer und Verkäufer.

In diesem Artikel fassen wir die zentralen Erkenntnisse der aktuellen Marktanalysen von newhome.ch zusammen und interpretieren sie aus der praktischen Perspektive – mit einem Fokus auf die Bedürfnisse unserer Kundinnen und Kunden.

 

Eigentumswohnungen: Stabile Preise bei steigendem Angebot

Im Jahr 2024 blieb der durchschnittliche Transaktionspreis für Eigentumswohnungen in der Ostschweiz auf dem Niveau des Vorjahres bei CHF 820’000. Ein auffälliger Anstieg der Inseratezahl – zweistellig – wurde ebenfalls verzeichnet. Dennoch blieb die Nachfrage ungebrochen hoch, sodass viele Wohnungen rasch neue Eigentümer fanden, was auf eine weiterhin solide Marktstabilität hinweist.

Wichtige Details:

  • Leicht rückläufige Quadratmeterpreise: In der Stadt St. Gallen und den angrenzenden Gemeinden lag der Quadratmeterpreis bei CHF 7’170 (Vorjahr: CHF 7’250).
  • Teuerste Region: Der Bezirk Maloja (GR) mit einem Durchschnittspreis von CHF 1.54 Mio. pro Objekt.
  • Preiswerteste Region: Der Bezirk Schaffhausen, wo Käufer im Durchschnitt nur CHF 300’000 investieren mussten – eine Differenz von mehr als dem Fünffachen.
  • Besonders nachgefragte Lagen: Eigentumswohnungen in einkommensstarken, periurbanen und zentrumsnahen Gemeinden, die teilweise zweistellig an Wert zugelegt haben.

Interpretation: In gut erschlossenen, einkommensstarken Regionen trifft eine besonders hohe Nachfrage auf Verkäufer – ideale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Immobilienplatzierung. Käufer, die in diesen gefragten Lagen investieren möchten, sollten schnell und gut vorbereitet handeln, da attraktive Objekte meist nur kurz am Markt sind. In weniger zentralen oder ländlichen Regionen zeigt sich eine eher stabile bis leicht rückläufige Preisentwicklung. Hier bieten sich für Käufer interessante Möglichkeiten, preislich vorteilhafte Immobilien zu erwerben, insbesondere wenn Faktoren wie Lagepotenzial, Ausbauoptionen oder langfristige Wertentwicklung berücksichtigt werden. Verkäufer in diesen Gebieten sollten hingegen eine gezielte Vermarktungsstrategie und realistische Preisgestaltung verfolgen, um die passende Käuferschaft anzusprechen.

 

Einfamilienhäuser: Nachfrage trotzt Angebotsflut

Auch der Markt für Einfamilienhäuser in der Ostschweiz bleibt stabil, obwohl die Anzahl der Inserate um 21 % auf mehr als 7’000 gestiegen ist. Der durchschnittliche Verkaufspreis blieb mit CHF 1.06 Mio. konstant. Dieses Preisniveau unterstreicht das anhaltende Interesse vieler Familien und Paare am Traum vom Eigenheim – trotz der hohen Zinsen.

Regionale Unterschiede im Fokus:

  • Topregion: Der Bezirk Imboden (GR) mit einem durchschnittlichen Preis von CHF 1.62 Mio.
  • Günstigste Häuser: Der Bezirk Moesa, wo Einfamilienhäuser bereits ab CHF 400’000 erhältlich sind.
  • Preissenkungen in St. Gallen: Die Quadratmeterpreise für Grundstücke sanken hier um 25 %, zurück auf das Niveau von 2020.
  • Klarer Gewinner: Einkommensstarke Gemeinden, die einen Preisanstieg von +44 % auf CHF 1.4 Mio. verzeichneten – ein deutliches Zeichen für eine starke Nachfrage in exklusiven Lagen.

Nach Zimmerzahl analysiert:

  • Häuser mit 6–6.5 Zimmern verzeichneten eine Preissteigerung von +18 %, während Objekte mit 7–7.5 Zimmern einen Preisrückgang von -20 % erfuhren.
  • Die restlichen Grössensegmente blieben weitgehend stabil.

Interpretation: Familienfreundliche Häuser in gut erreichbaren Lagen sind nach wie vor sehr gefragt, vor allem in Regionen mit hoher Lebensqualität. Größere Objekte finden nicht mehr die gleiche Nachfrage wie in den Vorjahren. Kompaktere Häuser mit intelligenter Raumaufteilung sind derzeit besonders gefragt.

 

Fazit für Käufer & Verkäufer: Regionale Marktkenntnis als Erfolgsfaktor

Die aktuellen Zahlen verdeutlichen: Der Immobilienmarkt in der Ostschweiz bleibt attraktiv, aber differenziert. In zentralen, wohlhabenden Regionen steigen die Preise weiterhin, während in ländlichen Gebieten ein Käufermarkt mit sinkenden Preisen herrscht.

Für Verkäuferinnen und Verkäufer bedeutet dies:

  • Gezielte, professionelle Vermarktung entscheidet zunehmend über den Erfolg.
  • In Toplagen wie St. Gallen, der Bodenseeregion oder Graubünden bestehen weiterhin gute Chancen auf Spitzenpreise.

Für Kaufinteressierte gilt:

  • Mit Geduld und Marktkenntnis eröffnen sich besonders außerhalb der Zentren attraktive Kaufgelegenheiten. Wer flexibel ist, kann sich jetzt den Traum vom Eigenheim zu fairen Konditionen erfüllen.

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